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05. Dezember 2006, 14:00 Uhr

SPD will Gymnasium für alle

Die Hamburger SPD hat auf ihrem Bildungsparteitag am Wochenende einem Kompromiss zum parteiinternen Streit um die Schulstruktur verabschiedet. Die Schulpolitiker Wilfried Buss, Sabine Boeddinghaus, Gerhard Lein und Luisa Fielder haben sich durchgesetzt, die eine SPD-Zustimmung zu dem von der CDU favorisierten "Zwei Säulen"-Modell aus Gymnasium und Stadtteilschule verhindern wollten. Das Wort "Zwei" kommt in dem Parteitagsbeschluss nicht vor, hingegen wird die "Stadtteilschule für alle" zum Ziel sozialdemokratischer Bildungspolitik erklärt.

Gleichzeitig berücksichtigt die SPD in ihrem Beschluss aber auch die Bedenken all jener, die Angst vor entrüsteten Gymnasialeltern haben. "Wir wollen die Gymnasien nicht abschaffen", heißt es. "Aber auch diese werden sich ändern müssen." Die Gymnasien sollen verpflichtet werden, Kinder individuell zu fördern. Eine "Abschulung" wegen ungenügender Leistung soll nur noch "im Einvernehmen" mit Eltern sowie abgebender und aufnehmender Schule möglich sein. Zurzeit, darauf wies Buss hin, gingen zwar 50 Prozent der Kinder zum Gymnasium, aber nur 27 Prozent machen dort auch Abitur.

Als "erster Schritt" soll die Hauptschule abgeschafft und mit der Realschule zu Integrierten Schulen (IHR) zusammengelegt werden. In weiteren Schritten sollen aber auch die übrigen Schulformen, sprich künftige IHR, Gesamtschule und Gymnasien, sich zu "Stadtteilschulen zusammenschließen". Diese Schulen sollen eine "besondere Förderung bekommen". Ein "Trick" um dies zu forcieren, soll eine ganz neue Organisation der Schulaufsicht sein: Die Oberschulräte sollen künftig für alle Schulen eines Stadtteils zuständig sein und nicht mehr wie bisher separat für Gymnasien, Gesamt- oder HR-Schulen. "Eine Aufteilung in Oben und Unten entspricht nicht dem Menschenbild der Sozialdemokratie", ergänzte Sabine Boeddinghaus und richtete mahnende Worte an die SPD-Genossen in der ebenfalls zur Schulstruktur tagenden Enquetekommission der Bürgerschaft: Sie hätten sich an den Parteitagsbeschluss zu halten.

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