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Pressespiegel

Link zur Welt: Wie das Internet Berliner Schulen weiterhilft

Montag, 10 Uhr, ein Computerraum in der Robert-Blum-Oberschule in Schöneberg. Informatiklehrer Christian Heidkamp stellt Schülern die neue Internetseite des Gymnasiums vor (www.robert-blum-schule.de). Heidkamp hat sie vor zwei Wochen freigeschaltet, schon jetzt kommen rund 40 Besucher täglich. Nicht schlecht für den Anfang.

?Die Seite ist als Blog angelegt?, sagt der 37-Jährige. ?Jeder kann hier loben oder kritisieren, sofern der Kommentar etwas mit Schule zu tun hat.? Ein buntes Schachbrettmuster ist der Hingucker auf der ansonsten schwarz-weiß gehaltenen Seite, die Heidkamp in Zusammenarbeit mit der Design-AG gestaltet hat.

In Zukunft sollen Schüler bei der Pflege der Seite mitarbeiten. Heidkamps Schüler haben viele Verbesserungsideen für das Robert-Blum-Internetangebot. Die Terminliste, Informationen zu den Fachbereichen und Klassenfotos kommen gut an. Die 17-jährige Sara findet aber die Optik langweilig. Außerdem vermisst sie Vertretungspläne im Netz ? ?damit man nicht umsonst kommt, wenn Stunden ausfallen.? Auch Stunden- und Raumpläne fehlen.

Die Übermittlung organisatorischer Informationen aus dem Schulleben ist eine entscheidende Aufgabe einer Schul-Homepage. Das sieht auch Markus Kuschela so, der Geschäftsführer der gemeinnützigen Initiative ?Computer in die Schulen? (CIDS). Über ihren Internetauftritt sollten die Schulen ?mit Eltern und Schülern kommunizieren können?. Der Termin der Elternversammlung, Prüfungstermine oder die Musicalpremiere könnten so einfach und schnell bekannt gegeben werden.

Eine informative und gut gestaltete Homepage sei zudem das ?Aushängeschild? einer Schule, sagt Kuschela. Eltern und Schüler könnten darüber eine Vorauswahl treffen und danach gezielt Wunschschulen besichtigen, etwa bei Tagen der offenen Tür. So machte es zum Beispiel Marcela, die in die elfte Klasse der Robert-Blum- Schule geht. Sie informierte sich nach Abschluss der Grundschule auf der ? damals noch nicht von Heidkamp betreuten ? Internetseite der Schule über das Angebot an Wahlpflichtkursen. Auch ihr Klassenkamerad Lars, der zuvor eine Realschule besuchte, hat sich im Internet das Programm seiner zukünftigen Schule angeschaut.

Um Schulen für den Aufbau einer eigenen Internetseite zu begeistern, spendet Kuschelas Organisation Computer an Schulen und Jugendeinrichtungen. 1250 Stück waren es 2008. Unter der Überschrift ?Berliner Schulnetz? stellt CIDS außerdem kostenlos Speicherplatz, ein Redaktionssystem und Mail- Adressen zur Verfügung. Derzeit nutzen rund 450 Berliner Schulen das Angebot.

Eine davon ist das Gymnasium Steglitz, dessen Internetseite Kuschela für ihre professionelle Gestaltung lobt (www.gymnasiumsteglitz.de). Das Gymnasium nutzt das Gratisangebot des Berliner Schulnetzes, schaltet aber auch Werbung, knapp 200 Besucher klicken täglich vorbei. Ein Anbieter von Studienreisen wirbt auf der Seite, das bringt etwa 160 Euro im Jahr. So wird der Schuletat entlastet und die Kosten für den eigenen Domainnamen, ein Programm zur Erstellung von Besucherstatistiken und weitere technische Extras werden wieder eingespielt.

Verantwortlich für die Homepage ist der Informatik-, Mathematik- und Physiklehrer Andreas Buchwald. Er betreut die Seite zusammen mit drei eigenverantwortlich arbeitenden Schülern. Für Buchwald sind Aktualität und guter Service die Kennzeichen einer guten Internetseite. Das Angebot ist vielfältig und soll sich an Lehrer, Schüler und Eltern richten. Ein Newsletter informiert über Neuigkeiten, sucht aber auch nach Gästebetten für den Chor der Partnerschule. Die Eltern, die sich in der Cafeteria engagieren, organisieren sich über die Homepage. Lehrer können in einem kennwortgeschützten Bereich Klausurpläne, Konferenzprotokolle und Zeugnisformulare abrufen. Für Ehemalige gibt es eine E-Mail-Liste und die Rubrik ?Mitschüler gesucht!? Zudem können Eltern und Schüler Nachhilfegesuche und -angebote ins Netz stellen.

Ohnehin zeigt sich am Beispiel der Homepage des Gymnasiums Steglitz, wie man das Internet auch als Lehrmittel einsetzen kann. Mit der von CIDS gestellten Software ?Moodle? werden Kursmaterialien ins Netz gestellt, sogar Online-Tests sind möglich. ?Das ist praktisch, wenn ein Kind krank ist?, sagt Buchwald. So könne es nacharbeiten. Für Schüler, die ein Semester im Ausland verbringen, bietet das altsprachliche Gymnasium noch einen besonderen Service. Sie können sich von der Internetseite Griechischaufgaben herunterladen, lösen und nach Hause mailen. Sie erhalten eine von den Fachlehrern korrigierte Version zurück und bleiben so auch in der Fremde auf dem Laufenden. Dass eine Schul-Homepage eine eindrucksvolle Visitenkarte sein kann, erlebt auch Webmaster Buchwald immer wieder. Potenzielle neue Schüler konnten sich im November zu Latein-Schnupperkursen online anmelden. Nach ein paar Tagen waren die 90 Plätze weg.

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